Wie heißt es so schön: Der geduldige Segler hat immer den richtigen Wind.

Insofern hat unsere Etappenplanung wunderbar funktioniert, und wir sind nach einer Nacht in Ystad am Dienstag früh gleich mit perfektem Südostwind die Küste entlang nach Gislövsläge gesegelt;

11
Aug
2017

Nach unserem unvergesslichen Felsenanker-Erlebnis machten wir uns mittags auf den Weg gen Hanö. Im Prinzip die erste Etappe unserer Rückreise, da es ja von jetzt an nur noch südlich (und/oder westlich) gelegene Ziele gibt.

Das Frühstück genossen wir windgeschützt in unserem Cockpit mit Blick auf die bald zu erobernde Insel Tärjö sowie das glatte Meer. In weiter Ferne tuckerte ein kleines Motorboot zum Brötchen holen oder zum Angeln, sonst störte nichts den herrlich ruhigen Tagesbeginn.

Die fast windstillen Vormittagsstunden haben wir in Stärnö genutzt, um unser Vorsegel für die Rückfahrt umzustellen. Runter mit der Genua und rauf mit der Fock, mit der wir deutlich dichter am Wind fahren können.

Irgendwie war es uns heute Morgen absolut egal, ob die Kühlschranksteuerung noch rechtzeitig eintrifft – wir wollten raus aufs Meer und Segeln! Kurz im Hotel Svea nachgefragt, die Situation erklärt und um Einlagerung gebeten, bis wir in ein paar Tagen auf dem Rückweg wieder Station in Simrishamn machen würden.

Jetzt ist es einfach mal an der Zeit, all die Vorteile aufzulisten, die ein längerer Hafenaufenthalt mit sich bringt. Bestimmt hilft uns diese Liste, um der „Trauer“  😉 entgegen zu wirken, die wir heute Morgen empfunden haben. Das Wetter hatte sich beruhigt, und alle Segler, die hier zwei bis drei Tage fest saßen, machten sich auf den Weg.

Der starke Wind mit 7er Böen lädt wirklich nicht zum Losfahren ein – fast alle Liegeplätze sind seit vorgestern mit den gleichen Schiffen belegt und Neue kommen nicht hinzu – und so kombinieren wir das Warten auf alle Ersatzteile mit einer weiteren Erkundung der Hafenstadt und seiner Küste.

03
Aug
2017

Auf dem Weg von Ystad entstand ganz ungeplant „Regatta – Teil 3“ mit der SOLANDRI, die allen Teilnehmern Spaß gemacht hat.

Unseren Erwartungen entsprechend – eigentlich sind wir ja gar nicht so negativ eingestellt – hat sich der angebliche Volvo Penta Experte nicht gemeldet. Heute Morgen ging ein Kollege ans Telefon und bestätigte – oh Wunder – dass dieser im Urlaub sei. Wir erhielten eine neue Telefonnummer und waren wohl auch endlich bei der Werft im nächst größeren Hafen Simrishamn gelandet.